Türkis

der typisch blaugrüne Edelstein

Türkis (CuAl₆(PO₄)₄(OH)₈·4H₂O) ist ein seltenes, wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat aus der Mineralklasse der Phosphate, Arsenate und Vanadate. Das Mineral kristallisiert im triklinen System und bildet meist erdig-massige Aggregate, nur selten prismatische Kristalle. Türkis ist Namensgeber der Türkisgruppe, zu der auch Faustit, Chalkosiderit, Aheylit und Planerit gehören.

Etwa Anfang des 13. Jahrhunderts kam die französische Bezeichnung turkoys auf, die sich ab dem frühen 15. Jahrhundert in die Bezeichnung pierre turquoise wandelte und übersetzt „türkischer Stein“ bedeutet. Türkis erlebte ihren Durchbruch im Rahmen des Osmanischen Reiches und wurde dort für Schmuckstücke, aber auch in der Architektur genutzt.

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Türkis ist ein Sekundärmineral, das durch Verwitterung kupferhaltiger, aluminiumreicher Gesteine entsteht. Er ist porös und empfindlich gegenüber Säuren, Laugen, Hitze, direkter Sonneneinstrahlung und Kosmetika. Die Spinnweben-Matrix steigert den Wert bestimmter Steine, während eine gleichmäßige, intensive Farbe besonders begehrt ist.

Türkis wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet, meist als Cabochon, Perle oder in Mosaiken. Er ist seit Jahrtausenden geschätzt.